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Neues Terminal 3 am Start

Mit einem feierlichen Festakt wurde am heutigen Freitag, 26. März, im Beisein von über 500 Ehrengästen das neue Fluggastgebäude am Flughafen Stuttgart offiziell eröffnet. Vertreter aus der nationalen und internationalen Luftfahrt, der baden-württembergischen Politik und Wirtschaft und allen Bereichen des öffentlichen Lebens waren in Terminal 3 gekommen, um die Zeremonie zu verfolgen. Der Chor der Stuttgarter Staatsoper, mehrfach ausgezeichnet als bester Opernchor Deutschlands, gestaltete den Festakt musikalisch. Am Sonntag, 28. März, werden die ersten Flüge im neuen Gebäude abgefertigt, und die Öffentlichkeit ist eingeladen, Terminal 3 beim großen Reisefestival am Sonntag, 4. April, kennen zu lernen.

Mit Terminal 3, so Ulrich Müller, Minister für Umwelt und Verkehr und Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen Stuttgart GmbH, sei der Flughafen bis weit ins nächste Jahrzehnt gerüstet: „Das Kleid, das hier geschneidert worden ist, ist groß - aber nicht zu groß.“ Das neue Terminal verbessere die Bedingungen für die Passagiere ganz wesentlich. Müller: „Die Investition in den Flughafen Stuttgart gilt der Region Stuttgart und dem Land Baden-Württemberg.“ Mit dem Terminal zeige der Flughafen, dass er „wie der VfB nicht nur in der Bundesliga, sondern in der Champions League spielen“ wolle.

Dr. Wolfgang Schuster, Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart und Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen Stuttgart GmbH, hob die „elegante, transparente Architektur des neuen Fluggastgebäudes“ hervor. Terminal 3 bedeute einen Quantensprung für den Flughafen. „Trotz virtueller Welten erleben wir eine wachsende Mobilität“, sagte OB Schuster. „Ich bin mir sicher, dieses neue Terminal ist ein Impuls, um weitere Flugverbindungen ab Stuttgart zu schaffen.“

Dr. Michael Frenzel, Vorstandsvorsitzender der TUI AG, die mit der Fluggesellschaft Hapag-Lloyd Flug in Stuttgart seit April 1973 am Start ist, betonte die großen Chancen, die sich der Touristikbranche dank des wachsenden Reisemarkts böten. „Natürlich bedarf es dazu einer inspirierenden Umgebung - hier im neuen Terminal finden wir sie vor.“ Nach seinem Stilempfinden, so Dr. Frenzel, seien die (bereits fürs 1991 eröffnete Terminal 1) verantwortlichen Architekten ihrem Anspruch, „Abfliegen und Ankommen als Erlebnis zu inszenieren“, erneut gerecht geworden. Für die TUI als größten Tourismuskonzern Europas sei Stuttgart mit dem Winterdrehkreuz und den vielen Zielen im Sommerflugplan einer der wichtigen Marktplätze.

Als Vertreter eines baden-württembergischen Weltunternehmens und damit der Wirtschaft des Landes betonte Mercedes-Chef Professor Jürgen Hubbert die „gute Partnerschaft“ zwischen dem Flughafen und der konzerneigenen Fluggesellschaft DaimlerChrysler Aviation mit 200 Mitarbeitern und Sitz am Flughafen Stuttgart. „Für uns zeichnet sich der Flughafen durch hohe Effizienz, kurze Wege, gute Verfügbarkeit und einen guten Service aus. Man kennt und schätzt sich.“ Der Flughafen sei einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Region, der Ausbau der Terminals sei einfach zwingend gewesen. Hubberts Rede wurde auf eine Medienwand übertragen, da er überraschend zu einer Testfahrt nach Granada/Spanien reisen musste.

Für Flughafen-Geschäftsführer Georg Fundel ist die Eröffnung ein ganz besonderer Tag. „Vom kommenden Sonntag an haben wir die für Fluggäste unzumutbare Enge in der Hauptreisezeit und die ständigen Baustellen inmitten des Flughafenbetriebes zunächst hinter uns“, sagte Fundel. „Vor dem Hintergrund des starken Wachstums im Winterhalbjahr kommt Terminal 3 genau zur richtigen Zeit.“ Im Umkreis von 60 Minuten Fahrzeit beträgt das Einzugsgebiet des Airports 8 Millionen Menschen. Damit stehe Stuttgart von der Größe des lokalen Potenzials nach Frankfurt und Düsseldorf an dritter Stelle in Deutschland.

„Wir haben schon viel erreicht, aber wir haben auch noch viel vor uns“, sagte Fundels Geschäftsführer-Kollege Walter Schoefer. „Ziel ist es, einen leistungsfähigen Landesflughafen intermodal mit dem ICE zu verbinden und mit der Messe einen weiteren infrastrukturellen Brennpunkt hinzuzufügen.“ Damit lege der Flughafen das Fundament dafür, dass er mit heute gut 8.000 Menschen in 250 Firmen als Motor für Beschäftigung in der Region weiter wirken könne.

Mit Inbetriebnahme von Terminal 3 steigert der Flughafen Stuttgart seine Kapazität auf 12 Millionen Passagiere pro Jahr. Mit der jetzt bestehenden Terminalanlage kann das erwartete Wachstum der kommenden Jahre gut bewältigt werden. Das Gebäude setzt vor allem im Bereich Passagierservice neue Maßstäbe. Die Kontrolle der Koffer geschieht komplett hinter den Kulissen und beeinträchtigt dadurch die Abläufe im Terminal nicht. Dazu wurde für knapp 10 Millionen Euro eine hochmoderne Gepäckanlage eingebaut. Sie ist mit einer Kapazität von 3.600 Koffern pro Stunde auch für großes Passagieraufkommen gerüstet. Mit zusätzlichen 6 000 Quadratmetern wurde die Fläche für Geschäfte und Restaurants am Flughafen mehr als verdoppelt. Eine Vielzahl von Geschäften bietet das gesamte Spektrum von Dienstleistungen für die Reise. Und der große Reisemarkt präsentiert 27 Reisebüros und -veranstalter, die Reiseinteressierten ihre Dienste anbieten.

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