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Vier Tage Dauerstress bis zum Abheben

Flughafen Stuttgart: Die Maichinger Firma "FREUNDE Eventlogistik GmbH" sorgte für den reibungslosen Ablauf bei der Eröffnung des neuen Terminals 3

"Die Investition in den Flughafen Stuttgart gilt der Region Stuttgart und dem Land Baden-Württemberg." Als Landesverkehrsminister Ulrich Müller das sagt, ist die Arbeit für Klaus Maier und seine Kollegen von der Maichinger Firma "Freunde Event-Logistik GmbH" zum Großteil erledigt. Vier Tage lang waren die Maichinger Veranstaltungs-Profis im Dauerstress, dann sind die Feiern für das neue Fluggastgebäude Terminal 3 Geschichte.

Die Eröffnung des neuen Terminals, das hieß vier Tage lang Ausnahmezustand für die "Freunde". "Wir waren rund um die Uhr präsent, hatten maximal zwei Stunden Schlaf pro Tag", sagt Klaus Maier. Los geht es am 22. und 23. März. Zwei Abende lang wurden die Mitarbeiter des Flughafens im neuen Terminal verköstigt und mit einer Riesenparty bei Laune gehalten. "An beiden Abenden kamen jeweils 750 Leute", sagt Klaus Maier.

Die Bands "Venus Blues" und "Dicke Fische" sorgen ebenso für Unterhaltung wie Kabarettist Christoph Sonntag. Ein Sektempfang, ein großes Buffet, der Bühnenaufbau - alles in der Regie der Maichinger. "Die Atmosphäre war toll. Die Party im Gate-Bereich war einmalig. Hier wird nie wieder eine Party stattfinden, wenn der Flugbetrieb erst mal läuft", sagt Klaus Maier rückblickend.

Doch die wirklich große Herausforderung wartet auf die zwölf Freunde-Mitarbeiter, als die letzten Gäste die zweite Party gerade verlassen haben. Klaus Maier (Bild: z): "Alles musste sofort wieder raus". Für die Vor-Eröffnung am 24. März ist mit dem Gourmet-Restaurant Traube Tonbach ein neuer Catering-Service gebucht, die Bühne muss versetzt, neues Licht eingerichtet, andere Tische aufgestellt werden.

Den 450 geladenen VIP-Gästen soll es an nichts fehlen. George Bailey höchstpersönlich sitzt am Piano, die Band "Café Soul" spielt und Gäste wie Schauspieler Walter Schultheiß, Wommy Wonder, Moderator Matthias Holtmann und Tatort-Kommissar Dietz-Werner Steck lassen das architektonisch reizvolle Gebäude auf sich wirken.

Der Veranstaltungsort macht es den Freunden nicht gerade leicht. "In einen Flughafen läufst du nicht einfach mal so rein und machst da eine Party", sagt Klaus Maier. Bei jeder Lieferung, für jeden Mitarbeiter müssen die Sicherheitskontrollen durchlaufen werden. "Hier trägt man keine Kiste rein, die nicht durchleuchtet wird. Das muss man alles einplanen."

Doch auch mit dem Kraftakt bei der Vor-Eröffnung ist die Arbeit für die Event-Logistiker noch nicht erledigt. Schließlich steht noch der offizielle Festakt auf dem Programm. "Wieder musste über Nacht alles raus, wieder haben wir über Nacht eine völlig neue Welt geschaffen", sagt Klaus Maier.

650 geladene Gäste aus Politik und Wirtschaft lauschen den Reden von Verkehrsminister Müller oder Flughafengeschäftsführer Georg Fundel, blicken auf eine große Videowand, hören die Stimmen des Stuttgarter Staatsopernchores, sehen Akrobatik in den filigranen Baumstrukturen des neuen Terminals, schauen auf das erste Flugzeug, das vor dem Terminal 3 startet und werden danach wieder bei einem opulenten Buffet verköstigt.

Im Dezember letzten Jahres kam der Auftrag, seither wurde die Terminal-Eröffnung vorbereitet. "Zunächst überlegt man sich, was man überhaupt auf die Beine stellen will. Wenn das Konzept steht, werden Einladungen verschickt, Catering-Firmen beauftragt, Bühne und Bühnenaufbau, Tische, Künstler und alles organisiert und beauftragt, was man braucht", sagt Klaus Maier, "und schließlich sind drei Leute die letzten drei Wochen vor dem Event ausschließlich mit der Veranstaltung beschäftigt."

Verkehrsminister Müller ahnt von all dem nichts, als er seine Eröffnungsrede hält. Die "Freunde" haben alles richtig gemacht.

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